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Wolf Barth, Ohne Titel (1969), Entwurf eines Glasbilds für die Kehrichtverbrennungsanlage in Basel, Mischtechnik auf Papier,
ca. 130 x 111 cm (Foto: friedli fotografie)

Projekt- und Prozessbegleitungen

Deakzession Kunstsammlung BVD (2021)

Im Auftrag des Bau- und Verkehrsdepartement Basel-Stadt, Städtebau & Architektur

Das Bau- und Verkehrsdepartement hatte seit den 1930er-Jahren Bilder erworben zur Ausstattung von öffentlichen Liegenschaften im Kanton. Mit der Umnutzung von Gebäuden, mit Besitzerwechseln oder Umbauten gelangte eine Mehrheit der Werke über Jahrzehnte in ein Depot. 2020 fiel der Entscheid, die unbefriedigende und kostspielige Situation zu beheben und alle mobile Kunst aus der Verantwortung des Bau- und Verkehrsdepartements zu entlassen.

Das Mandat für die Neuplatzierung und Veräusserung von Bildern, die seit ca. 1930 zur Ausstattung von Liegenschaften des Kantons erworben worden waren, hatte zum Ziel, möglichst viele der rund 700 Werke an öffentliche Sammlungen, Museen, kantonsnahe Institutionen oder Stiftungen zu vermitteln. Ein öffentlicher Schlussverkauf Ende November 2021 setzte der «Deakzession» einen Schlusspunkt. Dabei zeigte sich, dass das Interesse an regionaler Kunst auch bei geringen Marktwerten keineswegs schläft.

 

 

Wettbewerb Kunst und Bau: Andachtsraum im Dominikushaus Riehen (2021/2022)

Beratung der Bahuerrschaft, Long List Künstler_innen, Ausschreibung, Koordination und Sekretariat / Jurybericht, im Auftrag von Müller & Naegelin Architekten BSA, Basel

 

Das Dominikushaus, eine Wohnstätte für betagte, pflegebedürftige Menschen, bekommt eine neue Adresse. Der bisherige Bau wird von einer Wohnbaugenossenschaft übernommen und umgebaut. Dies betrifft auch die vom Bildhauer Michael Grossert (1927-2014) umfassend gestaltete Kapelle: Betonreliefs im Innen- und Aussenraum, Kunstverglasungen, der Altar, ein Tabernakel sowie ein Kruzifix bildeten ein eigentliches Gesamtkunstwerk, das mit der Umnutzung des Raumvolumens grösstenteils verloren geht.

Die Bauherrschaft wünschte sich, mindestens eine Erinnerung an die Ausstattung in den künftigen Andachtsraum mitzunehmen. Die Baukommission lud Monika Dillier, Jan Hostettler und Judith Kakon ein, Projektideen zu entwickeln. Gesucht war ein Dialog zwischen Alt und Neu, der sich unter Bezugnahme auf die Kunst von Michael Grossert in den entstehenden Raum einmischt. Judith Kakons Vorhaben ging als Siegerprojekt aus der Ausschreibung hervor und wird im Herbst 2022 in Riehen eingeweiht.

 

 

Studienauftrag Kunst und Bau: Neubau der Heilpädagogischen Schule der Stadt Bern (2019/2021)

Koordination des offenen, zweistufigen Verfahrens und Wettbewerbssekretariat / Jurybericht, im Auftrag von Hochbau Stadt Bern

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«Es war einmal beim Kunstmuseum – zur Skandalgeschichte eines Gassenzimmers 1992-1993 / 2018» (2018)

Projektkoordination und Kommunikationsmassnahmen (mit Silke Baumann, Martina Kausch, Veronika Sellier, Alex Silber, Katharina Trudon); Konzeption öffentliches, multidisziplinäres Forum (mit Veronika Sellier)

Die künstlerische Intervention von Pascal Trudon erinnerte an das Gassenzimmer – eine Anlaufstelle für Drogen-, insbesondere Heroin-Abhängige – an der Dufourstrasse in Basel. Die Auseinandersetzung mit der Basler Drogenpolitik und ihren damaligen Akteuren berührte anfangs der 1990er-Jahre auch und nicht zuletzt die Rolle des Kunstmuseums. Haben die «Bürger von Calais» von Auguste Rodin nicht etwas zu tun mit dem Elend von Heroin-Abhängigen in den Strassen der Stadt? Warum ist es so viel einfacher, sich mit Kunst zu befassen, als der Sucht ins Auge zu sehen? Pascal Trudons fotografische Porträt-Serie war die Grundlage einer Installation im rekonstruierten Gassenzimmer. Und ein Appell an die Stadt, die sich so gern auf ihre humanistischen Wurzeln beruft.

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Wettbewerb Kunst und Bau: Neubau Naturhistorisches Museum und Staatsarchiv Basel-Stadt (2017/2018)

Koordination und Sekretariat / Jurybericht (mit Annina Zimmermann), im Auftrag des Bau- und Verkehrsdepartements Basel-Stadt, Städtebau & Architektur

Jurybericht

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